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Rückblick des DRK Ortsverein Mücke
In diesem Jahr konnte der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Mücke Bürgermeister Matthias Weitzel die Mitglieder im Evangelischen Gemeindehaus in Ober-Ohmen begrüßen. Sein besonderer Gruß galt Pfarrer Markus Witznick als Hausherrn, den Gästen Norbert Girke mit Frau aus Bad Nauheim, Ortsvorsteher Albert Tröller aus Ruppertenrod, von der Feuerwehr in Ruppertenrod Ulrich Kratz sowie den stellvertretenden DRK-Kreisverbandsvorsitzenden Robert Belouschek. Nach der Begrüßung wurde eine Gedenkminute eingelegt, für die Mitglieder, die im letzten Jahr verstorben sind.

Ehrungen der Anwesenden

Verabschiedung aus dem Vorstand Dorothea Drews-Mühlenbeck und Julian Kipper

Bereitschaftsleiter mit Urkunden
Zunächst, so Matthias Weitzel rückblickend, herzlichen Dank an alle Gruppen im Ortsverein für die gute Zusammenarbeit und das große Engagement. Eingeschlossen in diesen Dank sind auch der Vorstand des Ortsvereins sowie alle aktiven Mitglieder. Ebenso bedankte Weitzel sich bei den Mitarbeitern in der Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes und dem DRK-Kreisvorstand für die gute Zusammenarbeit.
Das Jahr 2012 ist für den Ortsverein ein besonderes Jahr. Der Ortsverein ist 75 Jahre alt geworden. Am 2. Februar wurde der Ortsverein im Cafe Schuhmann in Flensungen gegründet und zum 75. Geburtstag gab es genau dort eine Feierstunde. Viel ist seitdem geschehen, das DRK hat sich weiterentwickelt. Würden die Gründer um die erste Vorsitzende Anna Kratz noch leben, würden sie ihr DRK sicher kaum noch wiedererkennen.
Sicher, der Grundgedanke des DRK ist der Gleiche geblieben, doch die Aufgaben und die Tätigkeiten haben sich in den letzten 75 Jahren grundlegend geändert. Auch in der heutigen Gesellschaft gibt es viele Aufgaben für eine Organisation wie das DRK. Und gerade in wirtschaftlich schlechter werdenden Zeiten besinnt man sich hoffentlich wieder auf die Werte, für die das Rote Kreuz hier in Mücke seit 75 Jahren steht.
Dabei stellt sich der Vorsitzende immer wieder die Frage, wie man den Erfolg einer guten Rotkreuzarbeit messen soll. Sind die geleisteten Einsatzstunden ein Indiz für eine gute Arbeit, die Tonnage der gesammelten Kleider oder die Gesamtmenge des gespendeten Blutes? Wohl eher nicht. Der Erfolg einer guten Arbeit hier vor Ort lässt sich mit diesen Fakten nicht messen. Was zählt ist letztlich die Zufriedenheit der "Kunden", sei es bei Hilfeleistungen, in der Kleiderkammer, bei der Blutspende oder bei Einsätzen und auch die Zufriedenheit all derer, die den Verein vor Ort bei der ehrenamtlichen Arbeit unterstützen. Und dies kann man nicht so leicht messen.
Der Vorstand hat sich im letzten Jahr bei 4 Vorstandssitzungen mit den kleineren und größeren Angelegenheiten des Ortsvereins beschäftigt. Dabei stand das bereits erwähnte Jubiläum als einer der Schwerpunkte der Arbeit im Raum. Der zur Vorbereitung des Jubiläums gebildete Festausschuss hat sich in zahlreichen Sitzungen mit dem Programm und der Organisation der einzelnen Veranstaltungen befasst. Eine Festschrift ist auf den Weg gebracht worden, die Veranstaltungen sind geplant und das Programm steht mittlerweile. "Mein herzlicher Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen, die sich stark im Festausschuss engagiert haben", so Weitzel mit voller Überzeugung.
Ferner bedankte sich der Vorsitzende ganz ausdrücklich bei allen anwesenden Rotkreuzlern, angefangen vom Sozialdienst, der Bereitschaft, der IuK, bis hin zum JRK für das immer wieder "an den Tag gelegte Engagement" und die selbstlose Aufgabenerfüllung. Die Freiwilligkeit ist der "Grundpfeiler" der Arbeit, die hier vor Ort geleistet wird.
Viele Einsätze und viele ehrenamtliche Stunden wurden hier vor Ort geleistet und dies oft, ohne, dass dies jemand wahrnimmt. Es ist einfach selbstverständlich. All diese Arbeit geschieht unentgeltlich. Dennoch ist sie nicht kostenlos. Damit Menschen sich im Katastrophenschutz engagieren können, müssen Ausrüstung, Fahrzeuge, Räume und Materialien bereitgestellt werden. Blutspenden, zahlreiche Sanitätsdienste der Bereitschaft, die Arbeit des Sozialdienstes in der Kleiderkammer, der Ausbau und die Pflege der Einrichtungen, all das hat den Ortsverein im letzten Jahr wieder beschäftigt.
Die Bereitschaft mit Bereitschaftleiter Ulf Immo Bovensmann kann wieder auf ein arbeitsreiches Jahr 2011 zurückblicken. Im Oktober bekam die DRK-Bereitschaft Mücke einen neuen Gerätewagen Sanität zur Verfügung gestellt, der dann im Dezember vom Innenminister übergeben wurde. Mit diesem Gerätewagen Sanität ist die Bereitschaft Mücke sehr gut aufgestellt. Dies kann man als ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk an den Ortsverein Mücke bezeichnen.
Im Jahr 2011 wurde von der Bereitschaft Mücke über 8.000 Dienststunden geleistet, der ganze Ortsverein mit Sozialdienst, JRK und den andern Abteilungen liegt bei über 11.000 Dienststunden. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Bereitschaft Mücke leisteten bei über 40 Veranstaltungen Sanitätsdienst ab, hier wurde über 300 Menschen geholfen. Zu den großen Sanitätsdiensten zählte neben dem Faschingsumzug in Mücke, der Hessentag oder verschiedene Veranstaltungen in der Hessenhalle oder Dienste in Frankfurt, es dürfen aber auch die kleinen Dienste am Sportplatz nicht vergessen werden. Was den Ausbildungsbereich angeht, so haben viele Helferinnen und Helfer an Lehrgängen des DRK-Kreisverband Alsfeld e.V. und beim Landesverband teilgenommen. Ferner wurden Ausbildungsabende des Kreisverbandes besucht. Auf örtlicher Ebene hat man über 15 Bereitschaftsabende abgehalten und sich mit verschiedensten Themen aus dem Sanitätsbereich befasst. Die Zahl der Alarmierungen der DRK-Bereitschaft Mücke lag in 2012 bei fünf.
Im Januar war man im Rahmen der Hochwasserabwehr im Betreuungseinsatz und bereitete das Essen und die Warmgetränke für die Feuerwehren zu. Im Februar folgte der zweite Einsatz der Bereitschaft Mücke. In Homberg/Efze war es in einer Halle zu einem Gefahrgutunfall gekommen. Da die Zahl der Betroffenen und Verletzten über 100 lag, wurde ein so genannter Ü-MANV-Alarm (Überörtlicher Massenanfall von Verletzten) ausgelöst. Daraufhin rückte die Bereitschaft Mücke mit mehr als 10 Helfern aus, um vor Ort zu helfen.
Land unter - so war die Lage, die ein Einsatz von mehreren Bereitschaften im Sommer im Raum Alsfeld forderte. Hier waren mehrere Dörfer der Stadt Alsfeld überschwemmt. Das Rote Kreuz war mit der Versorgung mit Lebensmittel und Getränken der Einsatzkräfte beauftragt, zur Abwicklung des Einsatzes rückte die Bereitschaft Mücke mit dem Zug-Trupp-Fahrzeug aus und besetzte dies im Schichtdienst. Im August war eine weiteres Unwetter in Alsfeld forderte erneut die Bereitschaft Mücke in Alsfeld, es galt hier in der Seniorenresidenz bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Im September musste man zu einem Massenunfall auf der Autobahn A 5 ausrücken. Hier waren ca. 30 Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt, mehr als 35 Menschen wurden verletzt - weitere galt es zu betreuen. Bei diesem Einsatz handelt es sich um den schwersten Einsatz der DRK-Bereitschaft Mücke in den letzten Jahren.
Des Weiteren haben die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei der Blutspende geholfen. Zu den fünf Blutspendeterminen konnten rund 440 Blutspender begrüßt werden, unter ihnen rund 15 Erstspender. Auch die Kleidersammlungen nahmen einen breiten Raum der Tätigkeit ein. Bei den Kleiderverladungen halfen auch Helferinnen und Helfer der DRK-Bereitschaft Mücke, so konnten gut 20 Tonnen Altkleider für bedürftige Menschen bereitgestellt werden.
Der Sozialdienst hat auch im Jahr 2011 viel Zeit in die stete Verbesserung der Kleiderkammer investiert. Das Team um Ursula Krack hat sich daneben auch bei den Blutspende-Terminen eingesetzt und. Für die Aktiven wurde eine Helferfeier abgehalten und der traditionelle Kreppelnachmittag gefeiert. Auch ein Besuch in der kleinsten Mohrenkopffabrik in Schotten stand auf dem Programm.
Auch der Fernmeldedienst/IuK um Veit-Hans Borgmann hat im Jahr 2011 einige Tätigkeiten durchgeführt. So hat die IuK/FmD Gruppe Mücke folgende Übungen, Einsätze durchgeführt und an Ausbildungen teilgenommen: BOS Lehrgang im KV Friedberg; Kabelbauausbildung bei dem GS in Berlin, wobei die Ausbilder bei dem LV Hessen angefordert und von der OV Mücke gestellt wurden.
Eine IuK-Übung beim DRK-Landesverband Nordrhein. Hier kam die gesamte FüLZmob der hessischen Landesverstärkung zum Einsatz. Feldkabelbau bei der „Vogelsberg Tropy“ in Altenschlirf; Div. Tagungen und Weiterbildungen; Ausbildungen und Übungen im Kurzwellenfunk und Kurzwellenantennenbau; Ausbildungen und Übungen im Feldkabelbau, Wegeüberbau, Hoch- und Tiefbau; Instandsetzungsarbeiten und Überprüfung von Feldkabel; Wartungsarbeiten von Fernsprechgeräten. Für alle Übungen, Ausbildungen und Einsätze wurden im Bereich IuK 1.088 Stunden geleistet.
Dies und vieles andere mehr, geht nur, weil der OV Mücke Mitglieder hat, die sich für ihre Ideale und Überzeugungen einsetzen. Weitzel hoffte, dass der OV Mücke auch zukünftig mit all den Helfern und Helferinnen an den unterschiedlichsten Stellen rechnen können. Aber eines ist leider auch beim DRK zu beobachten, es wird immer schwerer, neue Aktive für die Arbeit im Roten Kreuz bzw. generell für Arbeit in Vereinen zu begeistern. Doch ohne diese Mitarbeit ist es nicht möglich, das Angebot aufrecht zu erhalten. Doch insgesamt ist der OV Mücker im Jahr des 75. Geburtstages gut aufgestellt, um die Aufgaben der kommenden Jahre gewachsen zu sein.
Die Festwoche ist vom 17. Juni 2012 bis 24. Juni 2012
Es standen Neuwahlen an und Albert Tröller fungierte als Wahlleiter und der Vorstand wurde soweit möglich, wiedergewählt.
1. Vorsitzender: Matthias Weitzel
2. Vorsitzender: Veit Hans Borgmann und Manuel Myska
Bereitschaftsarzt: Dr. Michael Grün
Rechnerin (neu): Manuela Schlosser
Schriftführer: Jürgen Mühlenbeck
Zeugwart: Rainer Schmaus
Beisitzer: Günter Zeuner, Raphael Schlosser, Marco Kratz und Jonas Jakobi (neu)
Jugendrotkreuzvertreterin: Julia Myska
Sozialarbeitsleiterin: Ursula Krack
Bereitschaftsleiter: Ulf Immo Bovensmann
Kassenprüfer: zur Ergänzung wurde Ralf Winter gewählt
Geehrt wurde Dorothea Drews-Mühlenbeck, die aus zeitlichen Gründen das Amt der Kassiererin niederlegte. Sie war 3 Jahre im Amt. Julian Kipper hat den Vorstand als Beisitzer verlassen. Beide wurden ausgezeichnet.
Geehrt wurden für 5 Jahre aktive Tätigkeit Elke Bär und Jonas Kipper, für 10 Jahre Matthias Weitzel. Ihn lobte Belouschek für die hervorragend Aufbauarbeit des Ortsvereins. Für 20 Jahre aktive Tätigkeit Tanja Bothin, die sich als Kreisausbilderin einen guten Namen gemacht hat. Für 40 Jahre Mitgliedschaft, früher war sie aktiv, wurde Rosemarie Fischer geehrt. Für 5 Jahre Julia Kipper. Achim Jakobi wurde mit der Verdienstmedaille in Bronze geehrt. Er engagierte sich besonders in Zusammenarbeit mit Veit Hans Borgmann mit dem Aufbau des Fernmeldezuges. Seit 1993 ist Jakobi dem DRK OV Mücke zugehörig und zuvor war er schon in Ehringshausen aktiv.
Zu den weiteren Geehrten, die entschuldigt fehlen, zählten:
Für 25 Jahre Volker Hof, für 40 Jahre Giesela Margel, Hedi und Ernst Schaschek, Rudolf Horst und Karl Heinz Theiss. Für 15 Jahre Patrick Hof, für 10 Jahre Jan-Kevin Myska, Michelle Mixl, Anabel Horst, Sarah Zeuner und für 5 Jahre Vanessa Tröller, Gerda Füllgraf, Carmen Bachmann, Tobias Diehl, Raphael Schlosser und Christoph Dettki.
Die Ernennungsurkunden zu Bereitschaftsleitern erhielten Ulf Immo Bovensmann als Bereitschaftsleiter und die Vertreter Helmut Emmich und Marco Kratz.
Text- und Bildquelle: Jutta Schütt-Frank